Auf meiner kulinarischen Reise des Genusses erkunde ich Hannovers köstliche Restaurantwelt. Meine Entdeckungsreise führt mich entlang des Amts-und Landgerichtes zum Volgersweg 4 ins Restaurant „Mein Eid“- keine Sorge hier müsst ihr keinen Meineid leisten … Und wenn ihr nicht aus Hannover kommt, dann habe ich einen ultimativen Navigationstipp für euch: Ab dem Amts-und Landgericht könnt ihr zur Mittagszeit einfach der Traube von Juristen folgen. Denn in Juristenkreisen wird das Restaurant bereits seit Jahren als ein beliebter Treffpunkt angesehen und liebevoll als „Mein Eid“- Klause bezeichnet.

 

Erster Eindruck

Die rot-braune Holzfassade mit großen gelbgetrübten Fenstern erinnert an die vergangenen Tage der Gastwirtschaft und wirkt auf den ersten Blick unscheinbar und nicht besonders einladend. Doch wie es bereits Oscar Wilde in der Komödie „Lady Windermeres Fächer“ galant formulierte; „Ich kann allem widerstehen, nur nicht der Versuchung“. Und mit dieser anfänglichen Zurückhaltung betrete ich das „Mein Eid“ und werde für diese Versuchung mehr als belohnt, aber dazu später mehr … Für das Lokal spricht auch die Anzahl der Gäste, da es  gut besucht und gleichzeitig nicht überladen wirkt.

7Begrüßung & Service

Aufgrund meiner Recherche erkenne ich die Inhaberin Denisa Matragociu auf den ersten Blick: Sie nimmt mich freundlich in Empfang und führt mich auch direkt zu einem Zweiertisch in die Nähe der Bar. Nachdem sie mir die Karte gereicht und die Kerze auf meinen Tisch angezündet hat (sehr aufmerksam!), bestelle ich zunächst eine Rhabarberschorle (0,4 L).

   

Die Speisekarte

Während ich auf mein Getränk warte, nutze ich die Zeit und durchforste die Speisekarte. Die Speisekarte  ist in ein ledernen Umschlag umwickelt und macht schon mal einen guten Eindruck, doch auch hier zählen die inneren Werte mehr. Auf der ersten Seite begegne ich Justicia mit der Warnung „Cave sis Mentiare“ (Hüte dich vor Lügen) und werde ironischer Weise auf den weiteren  Seiten zum Mafia und-/oder Henkersfrühstück eingeladen. Über verschiedene Salat- und Suppenvariationen bis hin zu Fleischgerichten wie den „Mein Eid- Burger“ oder der „Mein-Eid-Currywurst“ scheint es der Speisekarte an Vielfalt nicht zu mangeln.

Als meine Rhabarberschorle nach kurzer Zeit (obwohl das Restaurant recht gut besucht ist) den Weg zu mir findet, gebe ich meine Bestellung auf:

 

Bestellung & Preise:

Rhabarberschorle (0,4 L) für 4,20 €

Tomatensuppe (klein) für 3,90€

Fetasalat (groß) für 9,70 €

Espresso für 2,20 €

 

Geschmackstest:

Nun, zur Rhabarberschorle kann ich euch Folgendes sagen: Sie schmeckt nach Rhabarber. Wie? So richtig schön fruchtig und auf eine milde Art sauer. Daran können wir alle sehen, dass es  wirklich die einfachen Dinge sind, die uns glücklich machen.

Bei meiner Tomatensuppe ist mir bereits an der Farbe aufgefallen, dass sie aus frischen Zutaten vorbereitet worden ist und so hat sie auch geschmeckt. Frisch, „tomatig“ und nach einem Schuss Gin.

Der Feta-Salat setzt sich aus Rucola, Radieschen, Tomaten, Blattsalat, Feldsalat und ganz viel Feta zusammen. Safranfäden schmücken den Salat und wünschen dem Auge zusätzlich einen guten Appetit. Serviert wird der Salat mit einem Dressing deiner Wahl (Klassiker: Joghurt-oder Balsamico) und mit einem Baguette. Auch hierfür spreche ich mein Lob aus.

Mein Espresso wurde mir mit einem Karamellkeks an den Tisch gebracht. Außerdem war er heiß und besaß eine feine dicke Crema. Alles richtig gemacht!

 

Inneneinrichtung & Ambiente

Der helle und lichtdurchflutete Innenraum des Lokals lässt die triste Außenfassade schnell in Vergessenheit geraten. Weiße hohe Wände unterstützen nicht nur den Charme des Fachwerkhauses, sondern geben dem Raum auch Struktur und Geräumigkeit. Die großen Schwarz-weiß-Fotos aus den fünfziger Jahren verleihen dem Lokal gradlinige Eleganz und auch die vielen Weinflaschen (die Wahl der Weine stammt überwiegend aus dem Weingut Brennfleck) machen dem „Mein Eid“ als Weinlokal alle Ehre und sorgen für ein angenehmes Ambiente. Und auch bei der Einrichtung ist Jusiticia eitel: Sie hat bewusst Gesetzbücher auf den Fensterbänken platziert und ist außerdem für jeden Gast persönlich auf beige-farbende Servietten gedruckt.

BarGesamteindruck

Nach meinem Besuch im „Mein Eid“ weiß ich zwei Dinge mit Sicherheit: erstens ich werde wiederkommen und zweitens ich kann es nur empfehlen. Für diejenigen von euch, die gerne viel ausprobieren ist das „Mein Eid“ genau das Richtige, denn der Mittagstisch wechselt wöchentlich. Ich wünsche euch viel Spaß beim „Mein Eid“ begehen, nein, ich meine natürlich betreten:)

 

 

 

So gut kann ein “Mein Eid” schmecken

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